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DBO595

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DQA389 > FUNK     17.06.11 17:08l 44 Lines 2704 Bytes #999 (0) @ DEU
BID : 11776_DBX417
Read: DAE595 GAST
Subj: Südbaden: "Psycho" stört nicht mehr...
Path: DBO595<DBO763<DBX214<DBX417
Sent: 110615/1548Z @:DBX417.#GV.NRW.DEU.EU #:11776 [Grevenb JO31HB] FBB7.00i
From: DQA389@DBX417.#GV.NRW.DEU.EU
To  : FUNK@DEU

"Psycho" war ein Störer, der mehr als ein Jahr die Funkamateure im Raum Freiburg (Südbaden) nervte.
Seit Mitte Februar schweigt "Psycho". Ortansässige Funkamateure und letztlich die
Bundesnetzagentur haben ihm den Spaß an seinen Störaktivitäten verdorben.

Der Journalist und Funkamateur Horst Garbe, DK3GV, übersandte dem Funkmagazin dazu den
folgenden Beitrag, in dem er beschreibt, mit welchen Mitteln "Psycho" ausfindig gemacht wurde:

"Unter dem Spitznamen 'Psycho' ist er zahlreichen Funkamateuren im Einzugsbereich der Relais-
funkstelle DB0ZF ein Begriff. Der Störer, der seit über einem Jahr den 'Kaiserstuhlrundspruch' (KSR)
sowie die Funker in und rund um Freiburg im Breisgau terrorisierte. Insbesondere DTMF-Töne,
einfaches Ruftonsetzen, seltener einmal Äußerungen mit verstellter Stimme zu fast jeder Tages-
und Nachtzeit machte zahlreiche Funkverbindungen unmöglich und legte nicht wenige Funkernerven
blank. Dann aber kam ganz schnell das Aus für diesen eigenwilligen hamspirit!

Die sich speziell zum Ausfindigmachen des Störers zusammengefundene Peilgruppe aus dem
Einzugsbereich von DB0ZF beobachtete mit hochmoderner computerunterstützter Technik das
Gebahren des immer wieder aktiven Störenfrieds. Automatisch rund um die Uhr aufzeichnende
Festplatten dokumentierten jeden PTT-Druck. Die so gesammelten Signale wurden mit speziellen
Computerprogrammen ausgewertet und es konnte ein spezielles Funksignalprofil des Störers
angelegt werden. Dabei gestand die Peilgruppe dem illegal Handelnden durchaus eine gewisse
'Clevernis' zu. Wie schon vermutet, wurde mit einer Richtantenne auf den Umsetzer auf die
Vulkanhöhe 'Kaiserstuhl' mit variabler, meist kleiner Leistung, gesendet. Aber auch das Senden
neben der Sollfrequenz machte es den Peilern nicht einfacher.

Nachdem der Störer immer dreister wurde, verstärkten die Peiler ab Februar dieses Jahres ihre
Aktivitäten. Man investierte viel Tages- und Nachtzeit, war zahlreiche Kilometer unterwegs,
wertete die Beobachtungen anderer Funker aus und machte letztendlich eine Ortschaft im
weiteren Umfeld von Freiburg aus, von wo die Störungen ausgehen mussten. Bestätigt wurde
diese Einschätzung durch die mittlerweile eingeschaltete Bundesnetzagentur, die sich dann
direkt an den Störer wandte. Seitdem herrschen im Breisgau wieder funktechnisch geordnete
Verhältnisse.

Einmal mehr beweist diese Aktion, für die die Breisgauer Funker den Peilern und der unbürokratisch
und perfekt kooperierenden Bundesnetzagentur mehr als dankbar sein dürfen, dass sich Funk-
störungen nicht lohnen. Sämtliche schwarzen Schafe werden gefasst, früher oder später!

    Horst Garbe, DK3GV"

- wolf -



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