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CB04EF > FUNK 16.04.13 00:20l 66 Lines 3516 Bytes #999 (999) @ DEU
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Subj: Bundesregierung: Keine gesundheitlichen Gefahren durch TETRA
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Die Bundesregierung sieht keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit
der Bevoelkerung durch den Betrieb des neuen digitalen TETRA-BOS-Funknetzes.
Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der
Bundestagsfraktion der Partei "Die Linke" hervor.
"Die Linke" hatte u.a. gefragt, welche Erkenntnisse zu "gesundheitlichen
Risiken" des TETRA-Funks der Bundesregierung vorliegen und welche Massnahmen
zum Gesundheitsschutz der Bevoelkerung vorgesehen sind.
Die Bundesregierung antwortete, dass alle Regelungen zum Schutz von Personen
vor elektromagnetischen Feldern beim Aufbau und Betrieb des
BOS-Digitalfunknetzes ausnahmslos eingehalten wuerden.
Speziell zu TETRA habe es in Nachbarlaender, in denen TETRA bereits genutzt
wird (z.B. Belgien, den Niederlanden und Grossbritannien) Forschungsstudien zur
Nutzung von TETRA gegeben. Bei keiner dieser wissenschaftlichen Untersuchungen
habe es einen Hinweis darauf gegeben, "dass sich die bei TETRA verwendeten
Funkwellen bei Einhaltung gesetzlich vorgegebener oder empfohlener Grenzwerte
nachteilig auf die Gesundheit auswirken".
Auch die "Bundesanstalt fuer den Digitalfunk der Behoerden und Organisationen
mit Sicherheitsaufgaben" (BDBOS) habe zwei Studien zu TETRA in Auftrag gegeben.
Von der ersten Studie (der sog. "SAR-Werte-Studie) laege bereits ein
Zwischenbericht vor. Daraus gehe hervor, dass "die empfohlenen Grenzwerte fuer
die berufliche Nutzung unter den vorgesehenen alltagstypischen Randbedingungen
eingehalten werden" und "diesbezueglich (...) keine gesundheitlichen Gefahren
zu erwarten" seien. Die zweite Studie (die sog. "Probanden-Studie") wird
voraussichtlich Ende 2013 abgeschlossen sein.
Zudem - so die Bundesregierung weiter - wuerden sich seit den 50er-Jahren
zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen mit der Umweltwirkung von
Funkwellen beschaeftigen. Die Diskussionen in der oeffentlichkeit ueber
moegliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder habe die Bundesregierung zum
Anlass genommen, "eine weitreichende Ueberpruefung der bestehenden Grenzwerte
vorzunehmen und ein nationales Forschungsprogramm, das Deutsche
Mobilfunkforschungsprogramm, einzuleiten".
Alle von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Forschungsarbeiten seien zu
ein und demselben Ergebnis gekommen: Es gebe keine Hinweise, die eine Revision
der aktuellen Grenzwerte erforderlich machen wuerden. Zwar bezoegen sich die
meisten Studien auf die Frequenzen des oeffentlichen Mobilfunks, weniger auf
TETRA. In der Gesamtheit aller bisherigen Forschungsstudien im Bereich der
Hochfrequenz seien aber keine Wirkungsmechanismen nachgewiesen worden, die von
der Frequenz oder Modulation abhaengig waeren. Dies betreffe sowohl thermische
als auch nichtthermische (athermischen) Effekte.
In Uebereinstimmung mit internationalen und mehreren nationalen
Strahlenschutzgremien koenne nach heutigem Kenntnisstand festgestellt werden,
dass "innerhalb der empfohlenen Grenzwerte keine negativen gesundheitlichen
Auswirkungen der verschiedenen Telekommunikationstechnologien, damit auch des
Digitalfunk BOS, nachgewiesen" wurden. Der Schutz vor gesundheitlichen Gefahren
sei demnach bei Einhaltung der Grenzwerte zu jeder Zeit gegeben.
- wolf -
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