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EFER18 > FUNK 01.11.13 23:31l 77 Lines 3421 Bytes #999 (0) @ DEU
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*01.11.2013*
*Wirtschaftsministerium hält geplante PLC-Norm für "guten Kompromiss"*
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hält die
geplante Powerline-(PLC-)Norm EN 50561-1 für einen "guten Kompromiss".
Die Bundesnetzagentur werde "gegenüber der EU-Kommission auf eine rasche
Umsetzung hinwirken". Das teilte das Ministerium dem Funkamateur Kurt
Röhlig, DL3UXI, mit.
DL3UXI hatte Anfang September 2013 einen "Offenen Brief"
<http://www.df8th.de/PLC/Offener_Brief_17_09_2013.doc>u.a. an den
damaligen Wirtschaftsminister Philip Rösler gerichtet. Er beklagte darin
u.a., dass die geplante PLC-Norm erheblich mehr Störaussendungen als
bisher erlauben würde. Schon jetzt würden der Amateurfunk und der
internationale Kurzwellenempfang von PLC-Anwendungen erheblich gestört
werden.
Weitere schädliche Störungen würden - entgegen geltendem Recht - z.B.
durch Schaltnetzteile, elektronische Vorschaltgeräte von Leuchtmitteln
und andere der behördlichen Marktaufsicht unterliegende Geräte
hervorgerufen. Durch die Beseitigung solcher Störungen würden dem Prüf-
und Messdienst der Bundesnetzagentur hohe Kosten entstehen. Das BMWi
solle sich dafür einsetzen, dass § 4 EMVG
<http://www.gesetze-im-internet.de/emvbg/__4.html>wieder realisiert
wird. Dieser besagt u.a., dass Geräte so gefertigt sein müssen, dass die
von ihnen verursachten elektromagnetischen Störungen kein Niveau
erreichen, bei dem ein bestimmungsgemäßer Betrieb von Funk- und
Telekommunikationsanlagen nicht möglich ist.
Das Ministerium anwortete am 31. Oktober 2013, dass in die geplante
PLC-Norm "moderne adaptive Funkentstörungstechniken eingeflossen" seien,
z.B. das "vorgeschriebene dynamische Power-Management für alle
PLC-Einrichtungen". Die Norm käme "den Bedürfnissen der Beteiligten
gleichermaßen entgegen" und stelle "aus Sicht des BMWi einen guten
Kompromiss dar". Sie könne "später auch für Zwecke der Marktüberwachung
belastbar zum Einsatz gebracht werden".
Hinsichtlich des Störpotenzials anderer elektrischer Geräte versichert
das Ministerium, dass "die Bundesnetzagentur im Rahmen der Marktaufsicht
alles daran setzt, dass die europäischen und nationalen Rechtsnormen
eingehalten werden". Das BMWi werde den Offenen Brief zum Anlass nehmen,
"das Augenmerk der Bundesnetzagentur noch stärker auf die angesprochene
Problematik zu richten". Nach Aussage der Bundesnetzagentur - so das
Ministerium weiter - ließe sich "im Zusammenhang mit dem zunehmenden
Einsatz moderner elektronischer Produkte wie PLC, Schaltnetzteilen,
Vorschaltgeräten von Leuchtmitteln usw. kein signifikant steigender
Aufwand für die Funkentstörung durch den Prüf- und Messdienst der
Bundesnetzagentur feststellen".
- wolf -
/Der volle Wortlaut des "Offenen Briefs" von DL3UXI ist als Word-Datei
unter //www.df8th.de/PLC/Offener_Brief_17_09_2013.doc/
<http://www.df8th.de/PLC/Offener_Brief_17_09_2013.doc>/abrufbar./
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