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*01.01.2014*

*Rückblick: Das war das CB-Funk-Jahr 2013*

/*Januar 2013*/

Das fängt ja gut an: Die Bundesnetzagentur (BNetzA) erklärt, dass sie im
Jahre 2013 verstärkt mit dem Zoll zusammenarbeiten will. Dadurch soll
die Einfuhr von nicht konformen elektrischen Geräten - auch Funkgeräten
- verhindert werden.

Die österreichische Fernmeldeverwaltung macht den dortigen CB-Funkern
Hoffnung: Die Behörde teilt einem Journalisten mit, dass die neue
CEPT-Norm für den CB-Funk in Österreich im Laufe des ersten Halbjahres
2013 umgesetzt werden soll. Später wird sich herausstellen, dass die
Behörde ihr Versprechen nicht hält: Die Norm wird auch bis Ende des
Jahres nicht umgesetzt sein.

/*Februar 2013*/

Die Bundesnetzagentur stellt ein Programm namens "Wattwächter" zum
Download bereit. Damit sollen Funkamateure in die Lage versetzt werden,
mit einfachen Mitteln eine "Selbsterklärung" zu erstellen. Eine solche
"Selbsterklärung" muss jeder Funkamateur, der eine ortsfeste
Amateurfunkanlage mit einer äquivalenten Strahlungsleistung ab 10 Watt
EIRP betreibt, bei der BNetzA einreichen.

Enttäuschung bei den CB-Funkern: Die Organisatoren der beliebten
"CB-Funkstaffel" geben bekannt, dass die Veranstaltung in diesem Jahr
ausfällt. Die Enttäuschung ist nur von kurzer Dauer: Wenig später
erklärt sich ein Mannheimer CB-Funker bereit, die Funkstaffel auszurichten.

/*März 2013*/

Die BNetzA verlängert die Frequenzzuteilung für "Babysitter" im
27-MHz-Bereich um zehn Jahre. Babyüberwachungsanlagen dürfen die
CB-"Zwischenkanäle" 3A, 7A, 11A, 15A und 19A jetzt bis Ende des Jahres
2023 nutzen.

Albrecht stellt ein neues CB-Funkgerät mit SSB vor. Das Gerät mit der
Bezeichnung "AE 7500" schöpft alle technischen Möglichkeiten der neuen
europäischen CB-Regelung aus. Bis das Gerät in den Regalen der Händler
stehen wird, vergeht aber noch ein halbes Jahr: Erst ab September wird
das Gerät lieferbar sein.

Der DAKfCBNF tagt im hessischen Wolfhagen. Die Delegierten sprechen sich
für Gespräche mit der DFA aus.

/*April 2013*/

Nach mehr als 13 Jahren bringt der amerikanische CB-Funk-Hersteller
Cobra wieder ein Blackbox-CB-Funkgerät auf den deutschen Markt. Bei dem
"Cobra 75-ST EU" sind alle Bedienelemente im Mikrofongehäuse
untergebracht. Das Blackbox-Konzept ist zwar platzsparend, hat sich aber
im CB-Bereich in Deutschland nicht so recht durchsetzen können.

Zum fünften Mal richtet die DCBO den AM-Kontest aus. Der Kontest soll an
die Anfangszeiten des CB-Funks in Deutschland erinnern, als AM die
vorherrschende Modulationsart war. Er soll einen Anreiz bieten, auch mit
älteren CB-Funkgeräten wieder Betrieb zu machen.

Letzte amtlich gesicherte Zahlen aus der Schweiz: Die Schweizer
Funkaufsichtsbehörde BAKOM gibt bekannt, dass es Ende 2012 in der
Schweiz 4696 CB-Funk-Genehmigungen ("Konzessionen") gab. Anfang 2013 ist
dort die Anmeldepflicht für CB-Funkgeräte entfallen. Seitdem stehen dem
BAKOM keine aktuellen Angaben über die Zahl der CB-Funker mehr zur
Verfügung.

/*Mai 2013*/

Die BNetzA veröffentlicht ihren Jahresbericht 2012. Die Behörde klagt
über Mindereinnahmen im Vorjahr in Höhe von 12,6 Millionen Euro.
Positiv: Die Behörde will sich weiterhin um Normen zur
Störungsbegrenzung durch LED-Lampen und Plasma-Fernseher im
Kurzwellenbereich kümmern.

Der französische CB-Hersteller President kündigt ein neues Funkgerät
namens "Lincoln II" an. Das Gerät soll Nachfolger des Modells "Lincoln"
werden, das schon seit längerer Zeit nicht mehr produziert wird. Die
"Lincoln", war bei CB-Funkern äußerst beliebt, obwohl es sich eigentlich
um ein 10-Meter-Amateurfunkgerät handelte. Alle Spekulationen um eine
baldige Markteinführung der neuen "Lincoln II" erweisen sich als falsch:
Auch zum Jahresende wird das Gerät noch nicht lieferbar sein.

Die BNetzA ändert die Rufnummer für ihre Störungs-Hotline. Hinweise zu
Funkstörungen werden ab sofort unter der neuen kostenfreien Rufnummer
04821 89 55 55 entgegengenommen.

Funkstörungsmeldungen bei der BNetzA können durchaus Erfolg haben: Ein
Funkamateur aus Oberbayern berichtet in der DARC-Clubzeitschrift "CQ
DL", dass er sich erfolgreich gegen eine störende Powerline-Anlage aus
der Nachbarschaft gewehrt hat. Die störende Anlage wurde nach
Überprüfungen der BNetzA außer Betrieb genommen.

/*Juni 2013*/

Die CB-Funk-Vereinigung Deutsche Funk-Allianz (DFA) tagt in Baden-Baden.
Die Delegierten sprechen sich dafür aus, den Verein aufzulösen. Die
letzte Tagung der DFA soll im Jahre 2014 im saarländischen Schiffweiler
stattfinden.

Die Bundesnetzagentur legt die TKG- und EMVG-Beiträge für die Jahre
2009, 2010 und 2011 fest. Die Beitragshöhe für den Amateurfunk bewegt
sich im üblichen Rahmen; für den CB-Funk werden keine Beiträge erhoben.

Zum zwölften Mal sorgt der "Radio Activity Day" für regen Funkbetrieb
auf den CB-Funk-Kanälen. Die Veranstaltung wurde im Jahre 2002 von dem
Journalisten Alexander Eisele ins Leben gerufen und wird seit elf Jahren
von den "Funkfreunden Nordbaden" durchgeführt.

Der hessische CB-Funker Jürgen Wiegand ruft ein Internet-Projekt mit der
Bezeichnung "citizensband.de" ins Leben. Er möchte damit bundesweit
vorhandene CB-Funk-Aktivitäten auf einer gemeinsamen Plattform bündeln.
Das Interesse der CB-Funker an diesem Projekt hält sich in Grenzen.

/*Juli 2013*/

Ein Funkgeräte-Händler bringt erstmalig einen chinesischen
Billig-Transceiver für die Amateurfunk-Kurzwellenbänder auf den
deutschen Markt. Bisher wurden chinesische Geräte im unteren
Preissegment vorwiegend für die VHF- und UHF-Bänder angeboten. Für
CB-Funker sind Geräte aus chinesischer Produktion nichts Neues:
Funkgeräte für den 27-MHz-Kurzwellenbereich werden aus Kostengründen
schon seit langem im "Reich der Mitte" hergestellt.

Österreichische CB-Funker werden weiter vertröstet: Das für Funk
zuständige Ministerium teilt einem CB-Funker auf Anfrage mit, dass man
die neue CEPT-Regelung für den CB-Funk in Österreich umsetzen wolle,
aber dass es dafür noch keinen genauen Zeitpunkt gebe.

/*August 2013*/

Die geänderte BEMFV ist in Kraft getreten. Die strengen
Herzschrittmacher-Grenzwerte werden jetzt nicht mehr zur Ermittlung der
Sicherheitsabstände herangezogen. Bestimmte Verstöße gegen BEMFV können
aber künftig als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Zum elften Mal sorgt die "CB-Funkstaffel" für Belebung auf dem Band.
Nachdem die bisherigen Organisatoren angekündigt hatten, die
Veranstaltung in diesem Jahr ausfallen zu lassen, hatte sich ein
CB-Funkfreund bereiterklärt, die Funkstaffel in Alleinregie auszurichten.

Das Umweltministerium veröffentlicht seinen "Strahlenbericht" für das
Jahr 2011. Zum Thema "nichtionisierende Strahlung" verweist der Bericht
auf die internationalen, auch in Deutschland geltenden
ICNIRP-Grenzwerte. Deren Gültigkeit habe sich auch im Jahre 2011
bestätigt. Gesundheitliche Auswirkungen unterhalb dieser Grenzwerte
seien in jahrzehntelanger Forschung wissenschaftlich nicht nachgewiesen
worden.

/*September 2013*/

Die Bundesregierung sieht keinen Bedarf, die Grenzwerte zum Schutz von
Personen in elektromagnetischen Feldern ändern. Das teilt die Regierung
der Partei "Die Linke" mit. Bei der Festlegung der Grenzwerte seien alle
wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Wirkungen
berücksichtigt worden. Dies gelte auch für "möglicherweise
empfindlichere Bevölkerungsgruppen".

Zum vierten Mal findet der CB-Funk-SSB-Kontest statt. Ausrichter ist die
DCBO, die auch den AM-Kontest veranstaltet. SSB wurde im deutschen
CB-Funk im Jahre 2002 zunächst eingeschränkt freigegeben und darf seit
September 2011 mit einer Strahlungsleistung von 12 Watt ERP betrieben
werden.

Mehr als zwei Drittel der deutschen Funkamateure haben bisher keine
"Selbsterklärung" abgegeben. Eine solche "Selbsterklärung" muss ein
Funkamateur abgeben, wenn seine ortsfeste Funkanlage eine äquivalente
Strahlungsleistung von 10 Watt EIRP oder mehr erreicht. Andere
Funkanwender - auch CB-Funker - benötigen für ortsfeste Anlagen mit
einer Strahlungsleistung ab 10 Watt EIRP eine kostenpflichtige
Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur.

/*Oktober 2013*/

Der Funkamateur Kurt Röhlig, DL3UXI, schickt eine Petition gegen die
Einführung der geplanten "Powerline-Norm" EN 50561-1 an das Europäische
Parlament. Er befürchtet, dass es bei Anwendung der Norm zu massiven
Beeinträchtigungen des Kurzwellenrundfunks und anderer
Kurzwellen-Funkdienste kommen könnte.

Zum sechsten Mal findet in Durmersheim im Rahmen der Hobbyfunkmesse
"Rheintal Electronica" die sog. "CB-Lounge" statt. Zahlreiche
Messebesucher nehmen die Möglichkeit wahr, sich dort über die Geschichte
und aktuelle Anwendungsmöglichkeiten des CB-Funks zu informieren. Die
Organisatoren sind sich einig: Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine
"CB-Lounge" geben.

/*November 2013*/

Der Gründer der Firma Stabo Elektronik, Hans Kolbe, verstirbt am 2.
November im Alter von 86 Jahren. Die Firma Stabo zählt zu den Pionieren
des deutschen CB-Funks. Seit der Freigabe des CB-Funks im Jahre 1975
bietet das Hildesheimer Unternehmen Funkgeräte für den 27-MHz-Bereich an.

Noch mal Stabo: Auch der Geschäftsführer der Firma Stabo, Helmuth
Bormann, schickt eine Petition gegen die Einführung der neuen
"Powerline-Norm" EN 50561-1 an das EU-Parlament. Er beklagt darin u.a.,
dass die in der Norm vorgesehenen Regelungen zum Schutz bestimmter
Frequenzbereiche (darunter die Amateurfunkbänder und die CB-Kanäle 1-40)
unzureichend sind. "Ungeschützte" Frequenzbereiche (darunter die
CB-Kanäle 41-80) würden bei Inkrafttreten der Norm einem erheblich
höheren Störpotenzial als bisher ausgesetzt sein.

/*Dezember 2013*/

Bundeskanzlerin Angela Merkel ändert die Bezeichnungen und
Zuständigkeitsbereiche einiger Ministerien. Für den Bereich
Telekommunikation und somit auch für den Hobbyfunk ist künftig nicht
mehr das Wirtschaftsministerium, sondern das "Ministerium für Verkehr
und digitale Infrastruktur" zuständig.

Unverhofftes "Weihnachtsgeschenk" für die CB-Funker: Die BNetzA kündigt
in ihrem Tätigkeitsbericht eine "Online-Hilfe" für CB-Funker an. Damit
soll jeder CB-Funker selbst ermitteln können, ob seine ortsfeste
Funkanlage eine äquivalente Strahlungsleistung von 10 Watt EIRP oder
mehr erreicht und somit eine kostenpflichtige Standortbescheinigung
erforderlich ist. Die Standortbescheinigungspflicht ist nicht neu, aber
mit der Freigabe von "12 Watt SSB" wieder in den Blickpunkt der
CB-Funker gerückt. Bisher hatte sich kaum ein CB-Funker darum gekümmert.
Es bleibt spannend...

- wolf -

 

© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de <http://www.funkmagazin.de>

Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche
Medien (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio)
übernommen werden.

Quelle: http://www.funkmagazin.de/010114.htm


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