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EFER18 > FUNK     23.11.14 22:30l 97 Lines 4465 Bytes #999 (0) @ DL
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Subj: Programmzeitschrift "Funk Uhr" berichtete über "El
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*23.11.2014*

*Programmzeitschrift "Funk Uhr" berichtete über "Elektrosmog"...*

"Neue Erkenntnisse der Forschung" zum Thema Elektrosmog versprach die
Fernseh-Programmzeitschrift "Funk Uhr"
<http://de.wikipedia.org/wiki/Funk_Uhr>auf ihrer Titelseite der Ausgabe
46/2014.

Wer die "neuen Erkenntnisse" im Innern des Heftes suchte, wurde
enttäuscht. Unter der Überschrift "Strahlen - die unsichtbare Gefahr"
vermittelte das Blatt seiner vorwiegend weiblichen Leserschaft zwischen
Kochrezepten ("Pikantes Ofen-Gulasch") und Reise-Tipps ("Bezauberndes
Wien") einen Mix aus längst bekannten Information zu elektromagnetischen
Feldern und althergebrachten Alarmmeldungen aus der Anti-Elektrosmog-Szene.

Letzteres verwundert nicht, denn als eine "Expertin" bemühte das Blatt
u.a. eine "Baubiologin", die sich neben Garten- und Landschaftsplanung
u.a. auch mit "Wasseradern und anderen geologisch bedingten
Störstrahlungen" befasst. Immerhin kam auch eine Pressesprecherin des
Bundesamtes für Strahlenschutz zu Wort.

Zum Thema "Babyphone" wusste die "Funk Uhr" zu berichten, dass "der Kopf
eines Kindes aufgrund seiner geringen Größe und der dünneren
Schädelknochen mehr Strahlung auf(nimmt) als der eines Erwachsenen".
Dadurch "könnten tiefer liegende Bereiche im Gehirn, die besonders
empfindlich sind, bestrahlt werden". Das Blatt bezieht sich dabei auf
die Zeitschrift "Ökotest", der nachgesagt wird, dass sie bei der
Bewertung elektromagnetischer Felder der Baubiologen-Szene recht nahe steht.

Auch beim Thema "DECT-Funktelefone" berief sich die "Funk Uhr" auf
"Ökotest". Bei einem Test von DECT-Telefonen seien in einem Abstand von
einem Meter zur Basisstation "Werte zwischen 600 und 17.000 Mikrowatt
Strahlung pro Quadratmeter" gemessen worden. In diesem Zusammenhang
verstieg sich das Blatt zu der Behauptung, dass "schon ab 100 Mikrowatt
Strahlung (...) zum Beispiel die Zellen unseres Körpers reagieren
(können), indem sie wuchern."

Tief in die Mottenkiste griff die "Funk Uhr" beim Thema
"Mikrowellen-Herd". Unter Berufung auf ein "Schweizer Zentrum der
Gesundheit" berichtete die Zeitschrift, dass durch die Erhitzung in der
Mikrowelle "bestimmte Pflanzenstoffe im Gemüse zerstört werden",
insbesondere "Antioxidantien, die vor Krebs schützen". Derartige
Vorurteile sind schon seit langem wiederlegt. Jede Art der Erhitzung von
Speisen - egal ob in der Mikrowelle oder bei konventioneller Zubereitung
- kann zur Zerstörung von Inhaltsstoffen führen.

Das besagte "Zentrum der Gesundheit" betreibt im Internet einen Handel
mit Nahrungsergänzungsmitteln und behandelt auf seiner Website auch
Themen wie die wirre Verschwörungstheorie "Chemtrails". Bei einem Test
von Ernährungsportalen im Internet bewertete die Verbraucherzentrale
Hamburg das "Zentrum der Gesundheit" mit der Note "mangelhaft"
<http://www.vzhh.de/ernaehrung/308756/Website%20Check%20Untersuchungsergebnisse%20Tabelle.pdf>.

In einem Extra-Kasten stellte die "Funk Uhr" die Frage "Wie gefährlich
sind Sendemasten?" und verwies dabei auf die zehn Jahre alte sog.
"Naila-Studie"
<http://www.hese-project.org/de/emf/Studien/StudienDiskussion/NailaStudie/20050226_naila-studie.pdf>.
Die Verfasser dieser Studie wollen herausgefunden haben, dass im
Nahbereich eines Mobilfunkmastes in dem bayerischen Städtchen Naila die
Krebshäufigkeit um das Dreifach gestiegen war. Die Ergebnisse der
Studie, die erhebliche methodische und statistische Schwächen aufweist,
konnten in anderen Untersuchungen nicht bestätigt werden
<http://www.fmk.at/wissenschaft/studien/europa/naila-studie/>.

Obwohl sich die "Funk Uhr" vordergründig um Ausgewogenheit bemühte,
konnte der Elektrosmog-Beitrag bei technisch unbelasteten Leser(innen)
durchaus Ãängste wecken und den Eindruck vermitteln, dass von
elektromagnetischen Feldern trotz bestehender Vorsorgegrenzwerte
ungeklärte Risiken ausgehen.

- wolf -

 

© FM-FUNKMAGAZIN
www.funkmagazin.de <http://www.funkmagazin.de>

Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche
Medien (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio)
übernommen werden.

Quelle: http://www.funkmagazin.de/231114.htm


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